Über

Wenn man über sich selbst etwas schreiben soll oder muss, dann tun sich viele Menschen schwer. Auch mir geht das so, denn man will einerseits nicht zu viel im Netz preisgeben, andererseits aber, so ehrlich sollte man schon sein, dient das Ganze ja auch ein wenig der Selbstdarstellung. Nun denn…

Als ich vor sehr langer Zeit das Licht der Welt erblickte, lebte noch der Mann, der mich zur Fantasy gebracht hat. Ich spreche hier von J.R.R. Tolkien.  Den ersten Kontakt mit ihm bzw. seinem Werk hatte ich aber natürlich erst sehr viel später. Dabei waren die Umstände etwas seltsam, aber dafür umso nachhaltiger.

Als ich grade zwölf Jahre alt war, verstarb mein Vater. Mein angeheirateter Onkel sah sich zu diesem Zeitpunkt nahezu verpflichtet, den Rest meiner Familie zu unterstützen und so kam es, dass wir im Sommer, aufseine Kosten, in die Ferien nach Dänemark fuhren. Genauer gesagt in den kleinen beschaulichen Ort Tisvildeleje. Dort verbrachten wir einige Zeit und haben unter anderem einen Auflug ins südlich gelegene Kopenhagen gemacht. Dort gibt es ein Wachsfigurenkabinett des Urenkels von Madame Tussaud, Louis Tussaud (leider stelle ich beim schreiben dieses Beitrags fest, dass das Kabinett bereits seit 2007 geschlossen ist). Die dort ausgestellten Puppen waren interessant, aber spannend wurde es, als wir in den Keller gingen. Über dem Treppenabsatz stand eine lebensgroße Figur eines großen bärtigen Mannes. Darunter stand in goldenen Lettern: Gandalf – J.R.R. Tolkien. Ich fragte nach und meine große Schwester erklärte mir, was es mit dieser Figur auf sich hatte, Der Besuch des Dungeons und der anschließende Ausflug nach Helsingör taten ihr übriges. In mir rumorte es und als wir endlich wieder zu Hause waren, führte mich mein erster Weg in die Bibliothek und dann war es um mich geschehen…

Ein dreiviertel Jahr später kam dann ein weiterer AHA-Moment, als ich in der Spielwarenabteilung in der meine Mutter arbeitete eine Box fand, dessen Titelbild mich wie magisch anzog. Die Basisbox des schwarzen Auges (DSA) feierte grade ihren ersten Geburtstag und ich kaufte sie mir zu meinem eigenen Geburtstag. Auch hier war es schnell um mich geschehen. Eine unendliche Geschichte begann, als ich Freunde, Bekannte und Unbekannte rekrutierte und mit Schwert und Stab auf Abenteuer auszog. Das Hobby begleitet mich nun seit über 25 Jahren und neben mittelalterlichen, wurden auch viele weitere Welten erforscht.

Da es in diesem Blog nicht nur um Fantasy, Rollenspiele oder ähnliches gehen soll, soll die Geschichte über mein drittes „Augenöffnererlebnis“ ebenfalls noch kurz erzählt werden. 1985 hatte mir neben Tolkien noch eine weitere Passion gebracht. Es begann bei einer Freundin, welche ich besuchte. Diese war in der großartigen Situation, Zugriff auf einen Videoplayer zu haben. Auf einer ihrer Kassetten war ein Musikvideo zu sehen, welches sie kurz davor aufgenommen hatte. Dazu muss man sagen, dass zu dieser Zeit Musikvideos noch nicht die Regel waren, sie also eine gewisse Faszination ausübten. Sie zeigte mir also dieses Video und die Musik setzte sich in mein Gehirn und hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Sie zeigte mir das Video zu Shake the Disease von Depeche Mode. Seitdem bin ich ein treuer Anhänger der britischen Band.

Jetzt bin ich doch ein wenig ins Schwafeln gekommen. Doch wie geht es jetzt weiter? Zunächst werde ich hier in den nächsten Tagen nach und nach meine bisher veröffentlichten Rezensionen einstellen. Und danach – mal schauen wohin mich der Blog trägt. Ich hoffe ihr habt ein wenig Spaß daran.

Bis dann

Micha

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